Allgemein

Dominik A. Meier – Totgeburt: Tumor

Inhalt:

Erst wenige Wochen ist es her, seit der Kontakt zu einem geheimen Forschungsinstitut am Ende der Welt abgebrochen ist. Es gibt kaum mehr als Gerüchte über eine Katastrophe, die sich in den Tiefen des gewaltigen Komplexes ereignet haben soll, doch weder Regierung noch Militär haben Interesse daran, dass auch nur ein Wort an die Öffentlichkeit gelangt. Und so erreichen nach und nach jene Menschen das Institut, die das Schweigen nicht akzeptieren wollen. Ein paar wenige, darunter ein Mann, der von allen nur Maske genannt wird, unternehmen einen gewagten Vorstoß in die Dunkelheit des Instituts. Ein Vorstoß, der Ereignisse ins Rollen bringt, die die Erde für alle Zeiten verändern werden, und der Dinge zu Tage fördert, die für immer hätten verloren bleiben sollen.

Meine Meinung:

Vorweg möchte ich sagen, dass dieses mein erstes Buch aus dem Genre war, was mir eine aussagekräftige Rezension nicht gerade einfach macht. Dennoch möchte ich euch meine Meinung natürlich nicht vorenthalten.
Die Reihe besteht aus 5 Bänden, „Tumor: Totgeburt“ ist der fünfte Band der Reihe und quasi die Vorgeschichte zu dem Rest. An fehlenden Informationen hat es mir nicht gemangelt, die Story an sich ist in sich abgeschlossen.
Dominik A. Meier hat es geschafft, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe ohne mich dabei zu quälen, obwohl die Thematik und das Genre nun wirklich nicht meines sind. Warum? Weil er seine Charaktere mehr als nur sympathisch und authentisch beschreibt. Ein Mann begibt sich zusammen mit anderen auf die Reise zum Institut, um seine Frau wieder zu finden – An einem Ort, den es nach massiven Unruhen eigentlich gar nicht mehr geben sollte. Auch in den Medien gibt es keine Informationen, was geschehen ist – Nichts darf an die Öffentlichkeit gelangen. So lernte ich „Maske“ kennen, einen Mann der einfach nur seine Frau finden möchte. Ich hatte in den ersten Kapiteln leichte Probleme in die Story rein zu finden, da ich nun wusste, dass es eine Vorgeschichte ist, deren Reihe ich nicht kenne und ich habe mir zig Situationen vorgestellt. Diese zwanghaften Vorstellungen hielten nicht lange an, das aktuelle Geschehen war mega spannend und der Faktor Spannung war auch so extrem, dass ich einfach weiterlesen wollte – Auch oder obwohl mir die Thematik an sich nicht zugesagt hat. Der Autor hat einen absolut fesselnden Schreibstil, der voller Emotionen steckt: Wut, Trauer, Freude, Kampfgeist und mir persönlich haben die Dialoge am besten gefallen – Sie strotzen nur so von Sarkasmus und Ironie. Und wer sich selber schon mal in einer fast aussichtslosen Lage befunden hat weiß, wie sehr die Selbstironie einen schützen kann. Meier schreibt, meiner Meinung nach, fast einzigartig – Anders kann ich mir nicht erklären, warum mich diese Geschichte so gefangen genommen hat. Er schreibt bildgewaltig, er schreibt flüssig und er schreibt, wie einem Menschen die Schnute gewachsen ist, ohne dabei banal rüber zu kommen. Drei Charaktere haben es mir besonders angetan, jede/r hat seine Stärken und Schwächen und beides wird gnadenlos genutzt damit ein Ganzes entsteht! Wäre ich nun ein Freund des „Düsteren“, ein Freund der Dystopien oder gar ein Freund von Science-Fiction, würde ich den Autor künftig garantiert zu meinen Lieblingsautoren stecken. Ich freue mich auch sehr darüber, dass er mich gefragt hat, ob ich sein Buch rezensieren würde, obwohl er wusste, dass das Genre nicht meines ist. Es war ein sehr angenehmer Leseausflug in ein, für mich, fremdes Genre, welches mir aber auch gezeigt hat, das ich mit merkwürdigen Kreaturen einfach nicht kann. Der Aufbau der Geschichte ist komplex, aber alles andere als unlogisch. Als Genrefremde konnte ich dem Lauf folgen, habe mit gelitten, mit gehofft, war erstaunt, hatte ein paar Mal eine Entgleisung meiner Gesichtszüge und einmal ist mir das Buch vor Schock sogar fast in die Badewanne gefallen – Keine Sorge, „Tumor: Totgeburt“ und ich haben es überlebt. Kommen wir zum Fazit, welches mir dieses Mal natürlich noch schwerer fällt…

Mein Fazit:

„Man kann es ja einfach mal machen, vielleicht wird es ja gut“ – Mein Ausflug in das Genre der Dystopien und Science-Fiction war für mich wie ein kleiner Abenteuerurlaub und es war ein guter Urlaub. Ich habe mich auch schon mal an einen historischen Roman gewagt (Ein Genre, welches ja nun auch nicht meines ist) und fand es sehr anstrengend. Natürlich danke ich Dominik, dass er mir sein Buch zum rezensieren angeboten hat, obwohl er wusste, dass ich nicht sagen konnte, wie die Rezension ausfallen wird. Umso mehr freue ich mich, dass ich das Buch und damit wohl auch die Reihe auf jeden Fall empfehlen kann, wenn man denn das Genre mag. Ich kann als Fazit nur sagen: Schreiben? Kann er! Spannung aufbauen und halten? Kann er auch! Ich hätte mir gewünscht, nach „Tumor: Totgeburt“ sagen zu können: Ey! Ich möchte die anderen Bücher auch noch lesen, aber der Wunsch bleibt ein Gedanke. Vielleicht, irgendwann einmal. Dennoch vergebe ich meine Sterne ehrlich und es gibt 4 von 5! Der Abzugstern muss einfach sein, weil es halt nicht mein Genre ist. Aber alles andere hat gepasst!

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar zu MichaelOneds Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.